Gedenkveranstaltung Gauting

von Gedenken im Würmtal e.V.

Gedenken am Jüdischen Friedhof in Gauting - wegen Corona nicht öffentlich

Gedenken auf dem Jüdischen Friedhof Gauting 2020

Jutta Schmid (l.) und Sabine Baumgartner lesen die Namen der Verstorbenen

Bereits seit mehreren Jahren veranstaltet der Verein "Gedenken im Würmtal" am "Totensonntag" eine Veranstaltung zum Gedenken der späten Opfer des Naziregimes auf dem Jüdischen Friedhof in Gauting. Am Sonntag, den 22. November 2020, konnte wegen der Corona-Maßnahmen keine öffentliche Veranstaltung stattfinden. Deshalb haben unsere Mitglieder Sabine Baumgartner (Mit-Initiatorin der jährlichen Gedenkfeiern) und Jutta Schmid nur zu zweit der Überlebenden des Dachauer Todesmarsches und anderer Überlebenden der Schoa gedacht, die im Gautinger DP-Sanatorium gestorben waren und auf dem Jüdischen Friedhof Gauting bestattet sind. Sie lasen jeden Namen der Opfer, um ihnen Individualität und Einzigartigkeit wieder zu geben, und legten gemäß jüdischer Tradition Steine auf die Gräber.

Gedenken ohne Öffentlichkeit

Bei dem Gedenken am 22. November 2020 konnten keine Besucher anwesend sein und die sonst übliche Beteiligung der Schulklassen aus den Würmtal-Gemeinden bei der Namenslesung musste ausfallen. Die nachfolgenden Fotos dokumentieren, wie trotzdem der auf dem Jüdischen Friedhof Gauting bestatetten späten Opfer der Schoa gedacht wurde. An den Gräbern von Edith Breier und Israel Frischmann hat Sabine Baumgartner entsprechend der jüdischen Tradition eine "Jahrzeitkerze" angezündet und einen Stein zur Erinnerung auf den Grabstein gelegt. Die Videos dieser kleinen Zeremonien (siehe unten) richten sich an die Verwandten der Verstorbenen in Israel und den USA.

 

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